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Fahrradverleih Wilhelmsburg und Hamburg

Radtouren mit oder ohne Tourenguide

EntdeckerInnen Touren in Hamburg!

Wilhelmsburg erleben – Große Fahrradtour

Streckenführung unserer Fahrradtour durch Wilhelmsburg

Unsere Fahrradtour beginnt an der Einfahrt zum alten Elbtunnel in St. Pauli. Mitten durch den Freihafen geht es dann ins alte Reiherstiegviertel. Aufwertungsprozesse im Rahmen der Senatskonzeption des „Sprung über die Elbe“ sollen hier besonders stark wirken. Kein Wunder, denn stuckverzierte Gründerzeitbauten, ein buntes Straßenleben und einmalige Wasserlagen, erinnern architektonisch an sehr beliebte Hamburger Stadtteile, wie etwa Eppendorf oder St. Georg.

Entstanden und ausgebaut wurde das Viertel ab Oktober 1888, als der Hafen zum Freihafen wurde. Zuwanderer aus Polen und anderen Teilen Europas fanden hier Arbeit und Brot. Schnell wurde das Viertel zu einer Hochburg der Arbeiterbewegung.

Unsere Fahrt führt weiter zum alten Luftschutzbunker (jetzt Energiebunker) und in das so genannte Weltquartier. Das der Häuserblock heute so heißt, ist eine Erfindung der Stadtplaner und der IBA, die 2013 als Internationale Bauausstellung stattfand. Symbolik spielt in der Aufwertungsstrategie eine ganz zentrale Bedeutung. Es drängt sich die Frage auf, ob es den Planern tatsächlich um die Wilhelmsburger, oder doch eher um Neubewohner ging?

Über grüne Lungen führt uns unsere Radtour zur Wilhelmsburger Mitte. Sie war zentraler Standort für die Internationale Bau- und Internationale Gartenbauausstellung 2013. Dort gibt es jetzt einen »Garten der Vereinten Nationen« – zuvor lagen an dieser Stelle die Lauben der Wilhelmsburger Pieper. Aber es sind auch zahlreiche, und darunter durchaus sehr interessante neue Gebäude hier entstanden.

Weiter geht es entlang dem Wilhelmsburger Einkaufszentrum und durch das alte Bahnhofviertel zur Doven Elbe, zur Windmühle Johanna und später dann zum Einlagedeich, direkt an der Norderelbe. Die landschaftlich sehr schöne Bunthäuser Spitze sowie das Naturschutzgebiet Heuckenlock bilden weitere Stationen unserer Fahrt durchs Grüne.

Besteht der Wunsch, so können wir dann noch einkehren in einem Lokal im alten Kirchdorfer Dorfkern. Abschließend geht es zur S-Bahn-Station Wilhelmsburg, wo wir unsere Tagestour am Nachmittag beenden. Dort besteht ein Aufzug für unsere Räder, so dass Besucher von hier aus in wenigen Minuten bequem zum Hauptbahnhof zurück kommen.

Hinweis: Begleitet werden Sie bei dieser Tour von einem waschechten Wilhelmsburger, der sich auf seiner Insel besonders gut auskennt!

Treffpunkt: Zufahrt zum Alten Elbtunnel, Bei den St. Pauli Landungsbrücken.
Dauer: 5,5 Stunden inkl. Pausen
Preis: pro Person (mind. 10 Teilnehmer)


Große Hafen Erlebnis Tour

Fast 10 Millionen Standardcontainer werden jährlich im Hamburger Hafen umgeschlagen. Zehntausende Hamburgerinnen und Hamburger sind direkt oder indirekt mit ihrer Arbeit von Hafen abhängig. Der ist heute allerdings Bestandteil einer weltweit agierenden Logistik- und Transportkette, bei der vor allem eines zählt: das Tempo des Umschlags. Moderne Terminals mit ihren Containerbrücken ersetzen deshalb die Kaianlagen im alten Kernbereich des Hamburger Hafens rund um die Speicherstadt und auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Denn die sind für die großen Schiffe längst nicht mehr geeignet.

Genau das nutzen wir für unsere Erlebnis-Radtour durch den Hamburger Hafen: An alten Kaianlagen, heute von Pflanzen durchbrochen, in romantisch anmutenden Arealen der alten 50er Schuppen, entdecken wir schlafende Schönheiten, die nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

Bei unserer etwa drei- bis dreieinhalbstündigen Tour geht es von den Landungsbrücken zunächst in die Speicherstadt und Hafencity, wo noch im 19. Jahrhundert das Zentrum des Warenumschlags lag. Das Kreuzfahrtterminal noch mitnehmend, geht es weiter zum Baakenhafen, wo früher die Schiffe der Afrika-Linien ablegten. Die alten Elbbrücken passierend folgen im alten Freihafen der Moldau- und der Saalehafen, und schließlich der Hansahafen mit dem Bremer Kai. Dort am Hafenmuseum ist es so schön, dass wir unsere Räder ein Stück weit schieben.

Wir sehen alte Hafenbecken, ehemalige Anlagen der Hafenbahn, Kräne aus den 1960er Jahren, dann die historischen 50er Schuppen, wo es noch heute nach edlen Gewürzen riecht und alte Hafenromantik überall greifbar ist. Dazu gehören Museumsschiffe, ein Saugbagger aus dem Jahr 1904 und eine Kastenschute, die noch viel älter ist. Diese Hafenflair verdauend, geht es dann zur Ballinstadt, wo Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Hunderttausende Auswanderer zeitweilig ihr Quartier bezogen. Über grüne Pfade erreichen wir im Anschluss das Reiherstieg-Viertel, das ebenfalls zu dieser Zeit als Wohnort für Hafen- und Werftarbeiter entstand. Heute multikulturell geprägt, beeindruckt es mit seiner schönen alten Bausubstanz.

Alten Wasserstraßen folgend, steht dann ein alter Flakbunker aus dem 2.Weltkrieg auf unserem Programm. Heute ein Energiebunker, genießen wir von dessen Aussichtsplattform in 30 Meter Höhe einen herrlichen Blick auf den ganzen Hamburger Hafen.

Dann radeln wir in Richtung des Kaiser-Wilhelm-Hafens, des Ross- und Travehafens, wo wir noch einen Blick auf das Containerterminal Tollerort mitnehmen. Dort erleben wir einen Zeitsprung, denn das Terminal ist eines von vier modernen Containerterminals über die heute im Hamburger Hafen über 90 Prozent des Warenumschlags erfolgen. Entlang alter Sperrschleusen geht es zum Abschluss noch auf einen Platz, von dem aus wir einen herrlichen Blick auf die Hafenpromenade - samt den historischen St. Pauli Landungsbrücken - genießen. Den 1911 eingeweihten Alten Elbtunnel passierend, kommen wir zurück zu den Landungsbrücken.

pro Person bei Touren bis 3Std.
bei 5,5Std.

Hamburger Hafen
Hamburger Hafen
Hamburger Hafen
Hamburger Hafen

Hinweis:
Diese hier skizzierte Tour dauert - inkl. Pausen - ca. drei bis dreieinhalb Stunden. Ausgehend vom Energiebunker lässt sich unsere Hafen-Entdeckungs-Tour aber auch als Ganztagestour von 6 Stunden gestalten. Vom Bunker geht es dann weiter zu den Rethe-Speichern, und dann, mehrere Brücken passierend, über den Köhlbrand nach Moorburg. Das alte Straßendorf gehört schon seit dem 14. Jahrhundert zu Hamburg. Über grüne Schleichwege erreichen wir hier einen Platz, von dem aus wir auf das modernste Hafenterminal Europas blicken. Es liegt in Altenwerder, wo die Container fast schon wie kleine Schuhkartons wirken, die in weniger Minuten entladen, dann, wie von Geisterhand geführt, ins Hinterland verschwinden. Das Terminal ist vollautomatisiert und wird nur über eine Computerzentrale gesteuert.

Kurz danach stoßen wir auf die alte Kirche des ehemaligen Fischerdorfes Altenwerder. Der Grünstreifen mit der Kirche ist das einzige, was von dem ehemaligen Fischerdorf übrig blieb. Doch wenn sich die ehemaligen Bewohner dort treffen, gibt es hier besonders leckeren Kuchen. Ist dies mal nicht der Fall, bietet der Altenwerder Truckertreff eine gute Alternative für eine kleine Pause. Die letzten 6 bis 8 Kilometer geht es dann noch entlang der Dradenau bis zum Fähranleger in Finkenwerder. Für unseren Rückweg zu den Landungsbrücken nutzen wir für 30 Minuten dann eine HADAG-Fähre, so dass wir zum Abschluss also auch noch eine kleine Hafenrundfahrt auf der Elbe für uns mitnehmen.

Tourenbeschreibung: Bei der kürzeren etwa drei bis dreieinhalbstündigen Tour sind wir 17 Kilomenter auf dem Rad. Bei der längeren Ganztagestour (ca. 6 Stunden) sind wir etwa 37 Kilometer auf dem Rad. Beide Touren vollziehen sich in einem gemächlichen, auch für für nicht so geübte Teilnehmende geeigneten Tempo.

Fahrradtour
Anmeldung bei Gruppen zu einem Wunschtermin möglich

Euro pro Person bei Touren bis 3 Std.
Bei längeren Touren Euro pro Person.
Maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen
Mindest Teilnehmerzahl: 10 Personen
Sprachen: Englisch, Deutsch
Einkehrmöglichkeiten während der Tour!
Unsere Fahrradtour beginnt und endet wahlweise an den Landungsbrücken oder am Alten Elbtunnel in St. Pauli.

Die großen Parks entlang der Elbchaussee, die sich mächtige Hamburger und Altonaer Kaufleute im Zeichen der Aufklärung einst anlegten, sie stehen im Zentrum dieser Radtour. Englischen Landschaftsgärten nachempfunden, sind diese schönen Parks zugleich ein beredtes Zeugnis für die politischen und philosophischen Debatten im aufstrebenden Bürgertum nach der französischen Revolution von 1789.

Dass die Kreditfähigkeit eines Mannes nicht nur am Warenlager, sondern auch an der Anlage seines Gartens zu erkennen sei, hieß es in Hamburg schon im 16. Jahrhundert. Wer Vermögen hatte, der kaufte sich Grundbesitz außerhalb der Stadt, um dort einen Lustgarten einzurichten. Die »Pfeffersäcke« flohen vor allem im Sommer aus der stickigen, übel riechenden Stadt in die Marschlande, wo prächtige barocke Gärten entstanden.

Deren Verlust durch die einsetzende Industrialisierung, war für die aufstrebende neue Bourgeoisie zu verschmerzen. Denn diese alten barocken Gärten, entsprachen nicht mehr dem, was als »schön« empfunden wurde. Die Natur »an sich«, der freie Wuchs von Pflanzen und Bäumen, wird zum Ideal. Die Rolle des Gärtners reduziert sich darauf das Vorgefundene zu veredeln. Solitäre schaffen optische Bezugspunkte eines in die Weite schweifenden Blicks. Sie werden zum Symbol der Aufklärung, eines starken Menschen. Eine Vorstellung, die auf den französischen Schriftsteller Jean Jacques Rousseau zurückgeht: Der Mensch ist im Urzustand ein glückliches Wesen, das erst durch Despotismus und Standesdünkel ins Verderben gerät. Mit ihren geschwungenen Wegen, mit sanft gewellten Rasenflächen, werden die Landschaftsparks nun zum Traum der neuen Elite, die nach Freiheit ruft.

Die Parkanlagen am Hohen Elbufer Altonas entstehen im Kontext der europäischen Aufklärung Entsprechende Parkanlagen zu errichten, dafür bot das Hohe Elbufer zwischen Altona und Blankenese gute Voraussetzungen. Freilich: Altona gehörte zu Dänemark. Doch als der dänische König dann die Unabhängigkeit Hamburgs endlich anerkennt und durch eine Agrarreform auch die rechtlichen Voraussetzungen dafür schuf, dass nun auch Hamburger im Dänischen Besitz erwerben konnten, gab es kein Halten mehr. So wurde die Gegend um die heutige Elbchaussee zur vornehmsten und teuersten Gegend der gesamten Region.

Deutlich wird dies im Jenisch-Park, der zu den größten und schönsten Parkanlagen an der Elbe gehört. »Jeder dieser Landschaften den Charakter ab zu lauschen, den die Natur ihr verlieh, diesen mit schüchterner Hand auszubilden und dies dem Betrachter zu verdeutlichen«, so lautete die Philosophie des Parkgründers Caspar Voght, der zu den reichsten und vornehmsten Hamburger Kaufleuten gehörte. »Hütten und Sitze, aus den Aesten der Bäume, welche sie beschatten, und dem in diesem Schatten wachsenden Moose zusammengesetzt; Ruheplätze, welche die Landschaft bezeichnen« sollen entstehen. Ursprünglich mehrfach so groß, wie seine heutige Fläche, machte Voght aus einem teils sumpfigen Gelände einen landwirtschaftlicher Musterbetrieb, in dem Kunst und Kultur mit ökonomischen Nutzen eine »natürliche« Einheit bilden.

Altona ist einer der vielfältigsten Stadtbezirke Hamburgs. Aus dem Fischerdorf machten die Dänen eine große Stadt. Unsere Radtour beginnt am Platz der Republik, am Stuhlmannbrunnen, der auf das komplizierte Verhältnis zum benachtbarten, konservativ geprägten Hamburg verweist. Altona, die Stadt mit dem geöffneten Tor, wird zu einem Zufluchtspunkt verfolgter Minderheiten aus ganz Europa. Viele von ihnen, darunter Salomon Heine, die Familie Godeffroys oder Hinrich van der Smissen, machen in Altona, auch in Hamburg Karriere, werden dort bedeutende Bankiers, Kaufleute, Reeder oder Industrielle. Am Geesthang an der Elbe, ensteht ihr Paradies, das mit dem Rad zu befahren sich wirklich lohnt. Auch die Verbindung zum Hafen, zum Fischfang, zum Strand, wird bei dieser Tour deutlich, die uns im Anschluss noch weiter bis nach Blankenese und in das Naturschutzgebiet Klövenstein führt. Am Ende gehts mit der S-Bahn zurück zum Ausgangspunkt.
Dauer 2,5 Stunden

Was kann es Schöneres geben, als auf dem Fahrrad die Schönheiten im Alten Land kennenzulernen? Denn schon am Elbstrom, der bei Cranz eine beachtliche Breite zeigt, sehen wir zahlreiche Obstplantagen. Und je tiefer wir vorstoßen, umso intensiver erleben wir den Obstgarten Altes Land mit seinen im Frühjahr farbenprächtig blühenden Apfel- und Kirschbäumen und seinen frischen Früchten im Sommer. Ein flaches, schönes und abwechslungsreiches Land, wo uns kaum ein Hügel unser Vergnügen auf dem Rad erschwert.

Unsere Tour beginnt am Rilano Hotel Finkenwerder. Dort führt uns die folgende etwa fünfstündige Radtour zunächst durch einen Teil von Finkenwerder. Wir sehen den Gorch-Fock-Park, dann den Rüschpark, wo einst die größte Hamburger Weft, die Deutsche Werft, ihren Standort hatte. Dort im Rüschpark sehen wir auf der anderen Elbseite Teufelsbrück. Dann führt uns die Tour in das Naturschutzgebiet der Alten Süderelbe, bevor wir bei Neuenfelde schließlich das Alte Land erreichen. Das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands. In dem hübschen Dorf sehen wir die alte 1682 errichtete St. Pankratius-Pfarrkirche, auch schöne, meist unter Denkmalschutz stehende Bauernhäuser. Doch nur ein paar Schritte weiter erleben wir, wie vor einigen Jahren ein jahrelanger Kampf David gegen Goliath schließlich durch den „ “ Flugzeughersteller Airbus gewonnen werden konnte. Die Landebahn reicht heute bis zum Rand von Neuenfelde.

Im gemächlichen Tempo geht es nun weiter nach Cranz. Viele Jahre unter dänischer Herrschaft stehend, gehört dieser kleine Stadtteil erst seit 1937 zu Hamburg. Wir sehen die Sietas Werft und das Este-Sperrwerk, wo wir einen gigantisch schönen Blick auf die Elbe genießen. Hier am Mühlenberger Loch hat der Fluss eine Breite von über 2 Kilometern. Doch dann ruft uns der süße Duft von Kaffee und frischem Obstkuchen in eines der wunderschönen Gartenlokale direkt an der Este.

Ein echtes Fahrrad-Erlebnis folgt im Anschluss, wenn wir auf dem alten Este-Deich unsere Tour in südliche Richtung bis Groß Hove und dann bis Jork fortsetzen. Die Gemeinde Jork, sie bildet den Mittelpunkt dieser alten Obst- und Kulturlandschaft. Was wäre eine Stippvisite im Alten Land ohne auf einem Obstbauernhof ein paar schöne Früchte einzukaufen. Dazu besteht jetzt reichlich Gelegenheit.

Die Entwicklung des Alten Landes und das Leben seiner Bewohner sind geprägt durch die ständige Auseinandersetzung mit dem Wasser. Mit der Besiedlung der Marsch begann das Ringen gegen das Wasser. Kein Deich – kein Land – kein Leben, dieser Satz beschreibt die Lage der Altländer besonders treffend. Das Wasser war aber nicht nur ständige Bedrohung, es diente von jeher auch als Verkehrsweg. Das weitgehend sumpfige Land ließ erst ab Ende des 19. Jahrhunderts den Straßenbau gelingen. Gräben, Wettern, Fleete und Flüsse erlebten deswegen einen lebhaften Schiffsverkehr mit aus den besonderen Bedürfnissen entwickelten Fahrzeugen wie Kähnen, Jollen, Ewern und Kümos. Besteht Interesse können wir uns diese Geschichte im Museum Altes Land „ “ verdeutlichen, an dem wir vorbeikommen werden. Die Geschichte der Schifffahrt, der Häfen, der Fähren und der Werften ist dargestellt durch Modelle, Dokumente, Fotos und Originalteile. Das Museum zeigt aber auch prunkvolle Originalgebäude mit vielen wertvollen Möbeln und Trachten der Region.

Der Obstbau wird seit etwa 1550 für das Alte Land urkundlich nachgewiesen. Er verdrängte Ackerbau und Viehzucht und ist heute der beherrschende Wirtschaftszweig. Überdeutlich wird dies auch auf dem letzten Teilstück unserer Radtour durchs Grüne.
Diese Fahrt kann auch in 4,5 Stunden zurückgelegt werden

Unsere Radtour durchs Grüne beginnt in Finkenwerder. Doch schon wenige Minuten später lockt uns ein Mosaik aus Feuchtwiesen, Hochstauden, Mooren und Hecken. Wir sind im Naturschutzgebiet „Moorgürtel“, das für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten heute einen wertvollen Rückzugsraum bildet. Von dort geht es in die Elbdörfer Francop und Neuenfelde, wo mit dem „Alten Land“ das größte Obstanbaugebiet Deutschlands beginnt.

In Neuenfelde besuchen wir die alte Pankratiuskirche. Bereits 1682 errichtet, beherbergt sie eine berühmte Orgel von Arp Schnitger. Vorbei an großen Obstplantagen und schönen alten Bauernhäusern, führt uns die Tour im Anschluss zurück nach Finkenwerder.
Fahrtzeit ca. 2 ,5 Stunden

Zu den schönsten und interessantesten Plätzen, die Hamburg zu bieten hat, gehört der Ohlsdorfer Friedhof. Ein Friedhof? Es ist der größte Parkfriedhof der Welt!

Mit seiner gartenkünstlerischen Gestaltung sowie seinem einmaligen Reichtum an Grabmalplastik ist er ein weltweit anerkanntes Gesamtkunstwerk ersten Ranges. Schon im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung mit einem Grand Prix ausgezeichnet, ist der Friedhof zugleich ein besonders schönes Naherholungsgebiet.Unter alten Bäumen können Sie hier den grünen Reichtum unserer Stadt genießen. Hier gedeihen rund 450 Laub- und Nadelgehölzarten und die Teiche und Bäche sind von Wasservögeln so belebt, wie sonst kaum in unserer Stadt. Inmitten einer belebten Metropole, eine Oase der Ruhe! Für alle, die diesen Friedhof nicht oder nur oberflächlich kennen, ein einziger Traum!

Romantisch angelegte Wege mit waldähnlichem Ambiente wechseln hier mit schönen Wasserläufen. Kunstwerke unglaublicher Vielfalt finden sich auf engsten Raum. Zugleich: eine wahre Schatztruhe Hamburgischer Geschichte. Denn auf einer Fläche von etwa 400 Hektar wird die Widersprüchlichkeit unserer Stadt so lebendig und deutlich, wie sonst kaum. Unsere etwa viereinhalbstündige Radtourführt uns zu den markantesten Punkten dieser großen und schönen Parkanlage: Wir durchstreifen den alten historischen Teil mit seinen zahlreichen Engelsfiguren und prächtigen Skulpturen. Wir sehen den Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer, die in der Zeit des Faschismus Menschenrechte verteidigten. Ebenso den Althamburgischen Gedächtnisfriedhof, wo die Grabmale bedeutender Hamburgerinnen und Hamburger zu bewundern sind. Wir kommen vorbei an der so genannten Dichterecke, wo Schriftsteller, wie zum Beispiel Wolfgang Borchert, ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Wir sehen die Grabstätten von Hans Albers, des ehemaligen Bürgermeisters Johann Georg Mönckeberg (der sich Anfang des 20. Jahrhunderts gegen die Verschärfung des Klassenwahlrechts zur Wehr setzte), und die, der Tierparkfamilie Hagenbeck. Wir stehen vor prächtigen Mausoleen, vor Baumgräbern und Schmetterlingsgärten. Wir bewundern den beeindruckend schönen Rosengarten, den Prökelmoorteich und den Bramfelder See. Naturparadiese erster Güte, in denen selbst der seltene Eisvogel schon beobachtet wurde.

Als Spaziergänge bieten wir zweieinhalb Stunden dauernde Rundgänge an. Während uns der erste Spaziergang „Ohlsdorf 1″durch den alten historischen Teil führt (Ehrenhain, Revier Blutbuche, Althamburgischer Gedächtnisfriedhof, Ecke der Dichter und Denker, Mausoleum des Tankerkönigs Riedemann, Millionenhügel, Hans Albers ...), steht bei „Ohlsdorf 2″der östlich gelegene neuere Teil (Baumgräber, Schmetterlingsgärten, Rosengarten, Prökelmoorteich und Garten der Frauen…) im Vordergrund. Allerdings bieten wir den zweiten Spaziergang nicht regelmäßig, sondern nur auf gesonderte Anfrage für Gruppen an.

1877 im Zeichen der Säkularisierung als erster Friedhof entstanden, der allen Religionen und Konfessionen offen stand, ist die Vielfalt der künstlerischen Gestaltung in beiden Teilen dieses Friedhofes gewaltig. In Detail zugleich von fast lieblichen Reiz. Ein Gesamtkunstwerk, so interessant, dass man dort gleich tagelang verweilen möchte!

Im Anschluss an unsere Radtouren und Spaziergänge besteht die Möglichkeit zur Einkehr: in einem schönen Restaurant mit direkten Blick auf die Alster!
Dauer 4,5 Stunden

pro Person bei Touren bis 2,5Std.
bei 4,5Std.

Bergedorf und die Vierlande sind prima zum Fahrradfahren geeignet. Bei unserer geführten Tour sehen wir ein Schloss, alte Dorfkultur, historische Landwirtschaft und ein historisches Wasserwerk. Dazu kommt die Elbe.

Unsere Tour – sie beginnt an der S-Bahn-Haltestelle in Bergedorf. Das alte Bergedorfer Schloss aus dem 17. Jahrhundert noch mitnehmend, führt sie uns entlang eines kleinen Bachs dann in Richtung in Richtung von Curslack und Neuengamme. Weitere Stationen sind Kirchwerder und das Zollenspieker Fährhaus. Wo wir den Blick auf die Elbe genießen.

Auch die Riepenburger Mühle, die KZ Gedenkstätte Neuengamme und das Freilichtmuseum Rieckhaus wollen wir uns anschauen, bevor die Tour dann nach etwa 4,5 Stunden erneut an der S-Bahn-Haltestelle in Bergedorf endet.

Wir sehen große Gemüseanbaugebiete, herrliche alte Bauernhäuser, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, auch die schnurgerade Trasse der 1912 erbauten Vierländer Bahn.

Mit ein wenig Glück werden wir auch die Riepenburger Mühle besichtigen. Mit Sicherheit das Freilichtmuseum Rieckhaus, wo ein historischer Bauernhof noch vollständig zu sehen ist. Von außen, wie von innen zeigen uns die unterschiedlichen Wohn- und Arbeitsbereiche, wie die Menschen früher in den Vierlanden lebten.

In Zollenspieker, am Fährhaus für die Fähre nach Hoopte machen wir dann eine kleine Pause, bevor es zurück geht durch eine einzigartige Kulturlandschaft.

Hinweis: Diese Touren findet in einem gemächlichen – auch für nicht so geübte Radfahrer geeigneten Tempo statt. Allerdings liegt die Tourenlänge bei etwa 30 Kilometer.

Offene Touren

Treffpunkt:

S-Bahnhof Bergedorf, Am Bahnhof, 21029 Hamburg.
Dauer: 4,5 Stunden

Unsere Fahrt auf dem Rad geht durchs Marschlande: Rothenburgsort, Entenwerder, Kaltehofe, der Wasserpark Dove Elbe, Ochsenwerder und Fünfhausen sind Stationen unserer Radtour durchs Grüne.

»Rothenborgs Ort« – einst der Ort, wo sich Hamburgs Patrizier, die mit Handel und Schifffahrt reich gewordenen »Pfeffersäcke« schon im 16. Jahrhundert, der lärmenden Stadt entfliehend, ihre ersten Landhäuser bauten, ihr sommerliches Eldorado, hier beginnt unsere Tour. In jenem Stadtteil der dann im 19. Jahrhundert, wie kaum ein anderer, zum Wohngebiet des modernen Industrieproletariats wurde. Schöne mit reichhaltigem Stuck versehene Gründerzeitbauten bildeten in dieser Zeit die Kulisse für eines der lebendigsten Hamburger Stadtviertel. Dessen fast 50.000 Einwohner wohnten freilich eher im unübersichtlichen Geflecht der Treppenhäuser, die in den Hinterhöfen lagen. Meist so schlecht gebaut, dass sie die Feuchtigkeit des einst sumpfigen Grunds, nur so in sich aufsogen. Hier findet die Cholera-Epidemie von 1892 ihren Ausgangspunkt. In der Weimarer Republik zählte die Gegend dann zu den Hochburgen von SPD und KPD. Hier spielte Erwin Seeler um die Meisterschaft im Arbeitersportkartell für den FC Lorbeer vor 15.000 Zuschauern.

Von all dem ist wenig geblieben, denn kaum ein Stadtteil Hamburgs wurde im 2. Weltkrieg so sehr zerstört, wie Rothenburgsort. Doch das Wenige, was es noch gibt, wollen wir mitnehmen, bevor es dann weitergeht nach Entenwerder. Einst Standort des Zollhafens, wurde die Fläche inzwischen zu einem schönen Park. Direkt an der Elbe.

Entlang des Elbdeichs geht es dann weiter nach Kaltehofe, wo nach der Cholera-Epidemie Hamburgs erste Filtrationsanlagen für sauberes Trinkwasser entstanden. Seit 1990 stillgelegt, heute ein Eldorado für Zugvögel die hier rasten. Und für grüne Amphibien aller Art. Im Rahmen eines »Agenda 21« Prozesses (damit beschreiben Stadtplaner bestimmte Beteiligungsprozesse in der Umgestaltung alter Flächen) wurde die alte Anlage nun zum Industriedenkmal »Wasserkunst« erklärt. Mit etlichen Ausstellungs- und Freizeitflächen. Doch der größte Teil der Anlage soll auch in Zukunft Naturschutzgebiet bleiben.

Einige Kilometer weiter sind wir dann mitten im Marschlande auf der Insel Billwerder. Umgangssprachlich wird von den »Vier- und Marschlanden« gesprochen. Doch das ist eigentlich nur einem verwaltungsrechtlichen Unfug aus der Nazi-Zeit geschuldet. Um die Landstriche besser zu kontrollieren, wurden sie im Zuge des »Groß-Hamburg-Gesetzes« vereinigt. Das Marschlande hat aber eine ganz eigene, von den Vierlanden deutlich zu unterscheidende Geschichte: 1395 einem Adeligen abgekauft, gehörte das Gebiet – samt seinen Bewohnern – schon seitdem zum Hamburger Staatsgebiet.<7p>

Doch die Menschen, die hier lebten, waren aus Sicht der »Pfeffersäcke« Menschen zweiter Klasse. In harter Arbeit waren sie zwar zuständig für die Versorgung der Städter mit Lebensmitteln, auch mit Getreide, doch bürgerschaftliche Rechte gestand man diesen Landarbeitern kaum zu.

Wie erwähnt, lebten die Menschen hier vor allem von der Landwirtschaft, vom Getreideanbau, auch vom Kohl und später der Kartoffel, die man auf kleinen Schiffen zu den Märkten in die Stadt transportierte. Zu der nicht enden wollenden Arbeit, kam ein ständiger Kampf ums Überleben. Immer wieder brachen die Deiche, wurden die Dörfer und Kathen von den gewaltigen Wassermassen der Elbe zerstört. In historischer Zeit einst freie Menschen, Gleiche unter Gleichen, waren sie zudem nun aufgeteilt: in Hufner, den eher wohlhabenden Bauern, und den Kätnern, Landarbeitern und Tagelöhnern. Die Schulbildung für deren Kinder überließ Hamburg noch bis in jüngste Zeit der Kirche. Organisten und Küster waren nebenberuflich auch Lehrer. Deren einziges Schulbuch bestand im Katechismus, der mit seinen beigegebenen Zahlen und seinem ABC den Landkindern die Grundlage für ihr Leben geben sollte.

Dazu im Kontrast steht der Prunk wunderschöner Kirchen in den verschiedenen Dörfern. Sie zeugen vom Reichtum der größeren Grundbesitzer, die im Dorf das Sagen hatten. Wer gegen sie oder gegen Hamburg rebellierte, kam, wie die »Hexe« Abelke Bleken, ins Feuer. Diese dunkle Seite der Geschichte, sie gehört dazu, wenn wir das Hamburger Marschenland kennen lernen möchten.

Das soll uns nicht davon abhalten, die zauberhafte Landschaft rund um die Dove und um die Gose Elbe zu genießen. Am Wasserpark Dove Elbe genauso, wie im Naturschutzgebiet Reit oder rund um Ochsenwerder. Wir radeln auf der Strecke der ehemaligen Marschenbahn, nehmen den Duft saftiger Wiesen und blühender Felder in uns auf. In Ochsenwerder besichtigen wir St. Pankratius mit der barocken Arp-Schnitger-Orgel. Der Kirchhof bildet mit dem alten Gemeindehaus aus dem 17. Jahrhundert ein malerisches Ensemble. In Fünfhausen treffen wir auf gewaltige Bracks. Stille Zeugen der großen Sturmfluten, geben sie dem Land heute einen ganz besonderen Zauber.

Vorbei an solchen Bracks geht es dann noch weiter bis nach Neu-Allermöhe, wo unsere Tour nach etwa 4 1/2 bis 5 Stunden – inklusive einiger Pausen – an einem S-Bahn-Haltepunkt endet.

Hinweis: Unsere Radtouren finden in einem gemächlichen – auch für nicht so geübte Radfahrer geeigneten Tempo statt. Allerdings liegt die Tourenlänge dieser Tour bei etwa 32 bis 33 Kilometer.
Treffpunkt:

S Bahnhof Rothenburgsort / Billhorner Deich.
Dauer: 5,5 Stunden
Preis:

Wir haben Citybikes, Mountainbikes, Trekking- und Tourenräder, sowie Kinderräder in verschiedenen Größen. Mehr Infos gibt es hier:
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Unsere City Touren gibt es zu Fuß als geführte Rundgänge durch den Hamburger Innenstadtbereich, oder als geführte Tour mit dem Fahrrad. Mehr Infos gibt es hier:
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Wir bieten eine Vielfalt an geführten Touren. Schauen Sie sich um. Mehr Infos gibt es hier:
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